…hat Gold im Mund

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

Pünktlich um 6.00 Uhr war die Besammlung vor der Kirche ums Osterfeuer. Das erste Mal, dass ich das selbst miterleben durfte. Ich kannte Ostern mit Osterfeuer und Brunch nur aus den Erzählungen aus der Zeit vor meinem Amtsantritt in Uerkheim.

Das Aufstehen um 04.30 Uhr fiel mir nicht leicht, und doch hat es sich gelohnt. Abendmahl um das Osterfeuer, das von Heiri Plüss liebevoll vorbereitet wurde, Gottesdienst zusammen mit der Vorstatt Chele Bottenwil, Taufe eines Konfirmanden, reichhaltiger Osterbrunch im Gemeindesaal. Es war ein gelungener Morgen, ein Highlight folgte auf das andere.

Mit rund 60 Gottesdienstbesucher feierten wir den Gottesdienst, der unter dem Thema der Kinderwoche (Rückblick zur Kinderwoche) weitergeführt wurde: Die lebensfördernde Liebe Gottes, die sich im Umgang mit Noah zeigte. Pfr. Markus Schöni sprach über den Text aus 1 Mo 9, wo Gott den Regenbogen als Zeichen seiner Abmachung mit den Menschen in den Himmel stellt, als Garantie, dass fortan keine umfassende Zerstörung mehr stattfinden wird, auch wenn die Menschen nicht besser als vor der Sintflut waren. Im Anschluss verband ich anhand des 1. Petrusbriefes die Rettung von Noah und seiner Familie in der Arche mit der Rettung von allen Menschen durch die Taufe, insofern sie willig sind, ihr Leben im Glauben an Jesus Christus zu leben (Predigt kann hier gelesen und gehört werden).

Es freute mich sehr, dass ein Konfirmand, der als Kind nicht getauft wurde, sich in Hinblick auf die Konfirmation dafür entschieden hat. Zum krönenden Abschluss des Gottesdienstes wurde Silas somit auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft. Ganz in der historischen Tradition der Kirche, wo Ostern der Tauftermin par excellence war.

Das reichhaltige Buffet beim Osterbrunch war der krönende Abschluss dieses Morgens, der auch jede Mühe um früh aufzustehen wiedergutmachte. Das Vorbereitungsteam hatte am Gründonnerstag 100 Eier in sorgfältiger Arbeit mit Gräsern und Blättern eingewickelt und gefärbt. Am Samstag wurde der Gemeindesaal vorbereitet. Und auch am Ostersonntag selbst waren sie darum bemüht, dass es keinen Mangel gibt.

Danke allen, die im Hintergrund fleissig vorbereitet und durchgeführt haben! Es war ein gelungenes Fest, eine würdige Osterfeier.

Pfr. Benjamin Rodriguez